Leben ohne Braunkohle

Aktionsbündnis Stommelner Bürger
Leben ohne Braunkohle

Klima retten – Erneuerbare Energien ausbauen – Regionalwirtschaft stärken – Zukunftsfähige Arbeitsplätze schaffen – Heimat bewahren – Natur schützen – Lebensqualität sichern

Das Aktionsbündnis „Leben ohne Braunkohle“ arbeitet als politisch unabhängige Gruppe von Bürgerinnen und Bürgern aus Stommeln. Das Bündnis besteht mit kurzen Unterbrechungen seit ca. 35 Jahren. Anlass für die Gründung der Gruppe war die Luftverschmutzung, damals insbesondere durch SO2 . In diesem Zusammenhang haben wir uns für das damals beste Entschwefelungsverfahren (Kalkwäsche) eingesetzt. In der Nähe unseres Ortes werden Jahr für Jahr mehr als 100 Millionen Tonnen Braunkohle verbrannt, mit gravierenden Folgen, sowohl lokal (Grundwasserabsenkung, Bergschäden, Feinstaub-emissionen…) als auch global (Millionen von Tonnen CO2 tragen maßgeblich zum Klimawandel bei).

Wesentlich für unsere Arbeit ist die Durchführung von Informationsveranstaltungen (in der Regel mit ausgewiesenen ExpertInnen), um mit den BürgerInnen über derzeitige Probleme , gleichzeitig aber auch mögliche Lösungsansätze ins Gespräch zu kommen. Wir unternehmen auch kontinuierlich Vorstöße in politische Gremien (Stadtrat, Rhein-Erft-Kreis, Landesregierung) um z.B. in Form von Bürgeranträgen und Petitionen Bewegung in die Debatte um Energie und Umwelt zu bringen. Nicht zuletzt ist uns aber auch wichtig, Initiativen für die Etablierung regenerativer Energien im lokalen Umfeld einzubringen (z.B. Installation von PV-Anlagen auf öffentlichen/kirchlichen Gebäuden, Bürgernträge für Projekte auf städtischer Ebene etc.)

Wesentlich für unsere Arbeit ist die Durchführung von Informationsveranstaltungen (in der Regel mit ausgewiesenen ExpertInnen), um mit den BürgerInnen über derzeitige Probleme , gleichzeitig aber auch mögliche Lösungsansätze ins Gespräch zu kommen. Wir unternehmen auch kontinuierlich Vorstöße in politische Gremien (Stadtrat, Rhein-Erft-Kreis, Landesregierung) um z.B. in Form von Bürgeranträgen und Petitionen Bewegung in die Debatte um Energie und Umwelt zu bringen. Nicht zuletzt ist uns aber auch wichtig, Initiativen für die Etablierung regenerativer Energien im lokalen Umfeld einzubringen (z.B. Installation von PV-Anlagen auf öffentlichen/kirchlichen Gebäuden, Bürgernträge für Projekte auf städtischer Ebene etc.)

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Tab-Inhalt

Das Aktionsbündnis Stommelner Bürger „Leben ohne Braunkohle“ hatte Ende 2018 den „Stommelner Apell“ über Schäden und Altlasten der Braunkohlentagebaue verfasst.
Es heißt „Gefährdung des nun wiederansteigenden Grundwassers durch Altlasten wie Kraftwerksaschen, Restmüll oder Munitionsrückstände.“ Nicht in Vergessenheit geraten, soll die Tatsache, dass in der Berrenrather Börde eine riesige Menge Giftgasgranaten, z.B. mit Senfgas, lagert. Vor Jahren berichtete die Kölnische Rundschau darüber. In den 50ger Jahren wusste man nicht wohin mit diesen Restbeständen des 2. Weltkrieges und transportierte diese sogar von Koblenz aus in unsere Gegend, um sie hier in einer tiefen Braunkohlengrube zu sammeln und dann mit Erde oder Abraum zuzuschütten. Die Stadtverwaltung Kerpen befasste sich in ihrer Umweltschutzwoche vom 26.6. bis 5.7.1987 in einer Ausstellung mit der „Darstellung von Altlasten“, darunter „Giftgasgranaten in der Berrenrather Börde“.
Diese bedrohen nicht nur das Grundwasser, sondern durch aufsteigende Gase und Gasgemische auch die Luft. Bei den heutigen technischen Möglichkeiten ist es machbar, diese gefährlichen Zeitbomben wieder auszugraben und fachgerecht zu entsorgen. Zunächst wären dafür verantwortlich die Bundeswehr, die früheren Grubeneigentümer und die Vertreter der umliegenden Kommunen, die es wussten oder zuließen. Deren Nachfolger könnten zum jetzigen Zeitpunkt dafür Mittel für den Strukturwandel einfordern. Beim Ausgraben können die Großgeräte von RWE und das Fachwissen der Mitarbeiter helfen. Nicht nur die Luftverschmutzung von oben ist ungesund, sondern auch die heimliche Verseuchung und Vergiftung von unten, die nach so viel Jahrzehnten ganz plötzlich durch Verrotten der Giftgasgranaten akut werden kann. Da ist jetzt schnell für Abhilfe zu sorgen. Der frühere Kerpener Bürgermeister Peter Müller schrieb 1987 in seinem Grußwort zur Umweltschutzwoche „Wir haben die Erde von unseren Kindern geborgt. Wir müssen behutsam mit ihr umgehen. Dieser bedeutungsvolle Satz spricht sehr direkt jeden einzelnen in seiner ganz persönlichen Verantwortung für das Ganze an.“
Waltraud Schnell
Leipziger Str. 20
50170 Kerpen

Bisherige Aktionen

Der Übersichtlichkeit halber folgt eine stichwortartige Liste:

  • 1982ff , Einsatz für die bestmögliche Entschwefelung der RWE-Kraftwerke (Nassverfahren)

  • Unterstützung der lokalen Elterninitiative „Pseudokrupp“

  • Versuch ,Kühlturmableitung der Rauchgase zu verhindern, gemeinsame Aktion mit „Robin Wood“, Konzert mit den Bläckfööss

  • Beauftragung gutachterlicher Stellungnahme zur Entschwefelung beim Ökoinstitut Darmstadt

  • Veranstaltungen zu den Konzessionsverträgen, die die Kommune vom Stromkonzern abhängig machen. Pulheim schließt 1988 dennoch einen neuen Konzessionsvertrag mit 20jähriger Laufzeit ab

  • Kontinuierliche Aktionen zur Verbreitung regenerativer Energien

  • Solaranlage auf dem katholischen Gemeindehaus als Projekt initiiert und durchgeführt, einschließlich umfangreicher Öffentlichkeitsarbeit (2000)

  • Initiierung des Bürgerforums „Zukunft statt Braunkohle“ in Pulheim, Verabschiedung des „Pulheimer Manifests“ (2006)

  • Feinstaubbelastung thematisiert, Messstation der Landesanstalt für Immisionsschutz für 6 Monate in Stommeln aufgestellt

  • Mehrere Informationsveranstaltungen zu Gesundbelastung durch Feinstaub mit Experten

  • Weiteres Eintreten für kommunale Energiehoheit, in Pulheim werden 2008 Stadtwerke gegründet

  • Mit wirkung an Demonstrationen gegen den Bau neuer Braunkohlekraftwerke (BoA 2,3)

  • Öffentliche Veranstaltungen zur Energiewende

  • Recherchen zu Altlasten und deren Gefahrenpotential

  • Veranstaltungen zu Bergschäden und Grundwasser Bedrohung „nach der Braunkohle“ (seit 2014)

  • Verabschiedung des „Stommelner Appells“ und Unterschriftensammlung mit Forderung an Landesregierung , die Folgen des Braunkohletagebaus auf die politische Agenda zu stellen (2018/2019)

Leistet passiven Widerstand

  • Beteilige dich an einer Bürgerinitiative
  • Kauft jeweils eine Aktie von jeder Firma, die den Klimawandel voran treibt. Geht in großer Zahl zur Hauptversammlung. Stellt Fragen im Vorfeld, die der Vorstand auf der Hauptversammlung beantworten soll. Meldet Euch in der HV zu Wort. Verweigert die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat
  • Kaufe deinen Strom bei einem sauberen Anbieter
  • Gehe zu Demonstrationen und Aktionen
  • Schreibe an deinen Landtags- oder Bundestagsabgeordneten oder rufe ihn an
  • Seid unbequem!